Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie findet in Einzelgesprächen, in der Regel 50 Minuten 1 mal pro Woche, oder in einer Gruppe (aktuell nicht in meinem Angebot) statt. Eine Therapie kann zwischen 3 Monaten und 2 Jahren dauern.

In den meisten Fällen benötigen Patienten eine Kurzzeittherapie (bis 25 Therapiestunden). Ziel hierbei ist die Überwindung einer akuten Krise oder die Behandlung einer überschaubaren seelischen Beeinträchtigung. Themen sind z. B. das jemand nicht mit einer Trennung zurechtkommt, dass es Konflikte am Arbeitsplatz gibt oder jemand seinen Arbeitsplatz verloren hat. Auch die Trauer um einen geliebten Menschen kann der Anlass für eine Kurzzeittherapie sein. Nach einer fundierten Diagnostik und Herausarbeitung des zugrunde liegenden Hauptproblems (oder der Probleme), welches das aktuelle Leiden ausgelöst hat, werden gemeinsam die Therapieziele und ein entsprechender Behandlungsplan vereinbart. Ziel- und ressourcenorientiert werden gemeinsam Lösungsalternativen erarbeitet, vom Patienten im Alltag erprobt und führen i. d. R. relativ schnell zur Symptomreduktion und Heilung. Dabei (wie auch in der Langzeittherapie) ist meine therapeutische Haltung „Hilfe zur Selbstheilung und Selbsthilfe“. Zur Kurzzeittherapie ist durch den Therapeuten ein kurzer Antrag an die Krankenkasse zu stellen.

In einigen Fällen braucht es noch nicht einmal eine Kurzzeittherapie, sondern eher wenige Kurzgespräche oder Kriseninterventionen. Dies ist ohne Antrag möglich.

Die tiefenpsychologisch fundierte Langzeittherapie verfolgt weitgehendere Ziele als die Kurzzeittherapie, nämlich die Veränderung tiefer verwurzelter seelischer Grundstrukturen (emotionale Schemata und strukturelle Einschränkungen). In dieser Form der Therapie werden die aktuellen Symptome und Probleme in den Zusammenhang mit biographischen Erfahrungen betrachtet. Gemeinsam erarbeitet man ein Verständnis, warum der Betreffende, genau zu diesem Zeitpunkt mit diesen Symptomen erkrankt. Die zugehörigen Gefühle und Verhaltensweisen werden in Bezug zu wichtigen früheren Erlebnissen und Beziehungsmustern gestellt. So gelingt es Zusammenhänge herzustellen zwischen der Auslösesituation und eigenen Persönlichkeitsaspekten, Verhaltens-, Konflikt- oder Beziehungsmustern. Dadurch wird eine neue und bewusste Auseinandersetzung mit der aktuellen leidvollen Erfahrungen möglich gemacht. Neue und funktionalere Handlungsalternativen und –strategien können gemeinsam entwickelt und vom Patienten in seinem privaten und beruflichen Umfeld erprobt und geübt werden.

In der Regel sind Langzeittherapien dann sinnvoll, wenn die bestehende Problematik bereits länger anhält, die Lebensführung erheblich beeinträchtigt ist, kombinierte symptomatische Beschwerden auftreten und mehrere Lebensbereiche betroffen sind. Langzeittherapien haben i. d. R. eine Dauer von 50-80 Therapiestunden. Zur Langzeittherapie muss der Therapeut spätestens nach den 5 antragsfreien probatorischen Sitzungen einen ausführlichen Psychotherapieantrag an die Krankenkasse stellen. Kurzzeittherapien können bei Bedarf über einen Antrag bei der Krankenkasse in Langzeittherapien umgewandelt werden.