Was macht Menschen psychisch/psychosomatisch krank? Was braucht es, um gesund zu werden und/oder gesund und zufrieden zu sein? Dies sind Fragen, die seit Jahrhunderten Wissenschaftler, Ärzte, Therapeuten und nicht zuletzt die Betroffenen selbst beschäftigen. Zahlreiche Forschungen, insbesondere die Ergebnisse der Neurobiologie, führten zu der Erkenntnis, dass alle Menschen genetisch bedingte seelische Grundbedürfnisse haben. Werden diese Grundbedürfnisse anhaltend nicht ausreichend erfüllt bzw. werden sie schwer verletzt, kann es zur Entstehung psychischer und psychosomatischer Erkrankungen kommen. Der Artikel nimmt diese Forschungsergebnisse auf, erläutert sie mit vielen praktischen Beispielen und beschreibt deren Relevanz für unser tägliches Leben. 


Dieser Artikel wendet sich an schwer traumatisierte Menschen, deren Angehörige und Freunde sowie alle am Thema Traumafolge-Erkrankungen interessierten Menschen. Er soll diesen Menschen Erklärungen an die Hand geben, was ein psychisches Trauma ist und zu welchen Veränderungen im Menschen das Erleben eines oder mehrere Traumata führen kann. Er soll den Betroffnen helfen, sich selbst besser zu verstehen und zu akzeptieren. Er soll ihnen helfen, neue Strategien zu entwickeln, um mit überlastenden Situationen umzugehen oder auch sich kompetente Hilfe auf diesem Weg zu suchen.

Die wichtigsten Botschaften diese Artikels sind, dass alle Symptome und Phänomene, die ein Betroffener erlebt, nicht Ausdruck einer Verrücktheit ist, sondern eine normale (wenn auch nicht gerade schöne oder optimale) Reaktion auf eine nicht aushaltbare Belastung und das eine teilweise oder manchmal auch vollständige Heilung möglich ist .


 

In den letzten Jahren haben sich das Verständnis über die Folgen von Traumatisierung und die Methoden der Behandlung grundlegend geändert. Inzwischen ist durch wissenschaftliche Untersuchungen bewiesen und allgemein anerkannt, dass Traumata zu spezifischen Störungen in Körper, Seele und Geist führen, welche auch eine spezielle Therapie erfordern. In diesem Artikel möchte ich einen Einstieg in den aktuellen Stand der Traumatherapie geben und zeigen, was nach derzeitigem Wissensstand hilfreich und wirksam ist.


Dieser Artikel ist eine Fortsetzung des Artikels „Bin ich verrückt?“ und befasst sich vor allem damit, wie traumatisierte Menschen Stabilität und mehr Gesundheit erreichen können. Er fokussiert somit auf die Phase der Stabilisierung im Rahmen der Traumatherapie. Ich versuche im folgenden, basierend auf den im vorausgehenden Artikel beschriebenen neurobiologischen Veränderungen und resultierenden Symptomen, zu erläutern, welche Lernschritte gemacht werden müssen, welche Therapieverfahren dabei helfen können und warum. Die Nummerierung impliziert keine Priorität oder Reihenfolge der Abarbeitung. Die Lernaufgaben sind eher zum Teil eng miteinander verwoben und ergänzen sich.


 

Imaginationen und Imaginationsverfahren haben in den letzten Jahren eine große Bedeutung in der Psychotherapie bekommen, insbesondere in der Behandlung traumatisierter Menschen. Hier haben sich einige spezielle Imaginationen oder Übungen als besonders geeignet erwiesen, um die innere Spannung reduzieren, Gefühle zu regulieren, mehr Selbstfürsorge und Selbstachtsamkeit zu entwickeln sowie besser mit Intrusionen und Flashbacks umzugehen. Therapeutinnen wie Luise Reddemann oder Michaela Huber haben die hilfreichsten Übungen gesammelt und weiterentwickelt. Dieser Artikel benennt die aus meiner Sicht wichtigsten Übungen und beschreibt das Ziel der Übungen. Die Übungstexte selbst sind aus Gründen des Copyright (bis auf drei Übungen) hier nicht als eigener Text eingefügt, sondern können in den entsprechenden Büchern nachgelesen werden. Der Zweck dieses Artikels ist vielmehr, die aus meiner Erfahrung heraus häufigsten Probleme beim Imaginieren (insbesondere mit traumatisierten Menschen) zu benennen und Lösungsalternativen anzubieten.


Diese Geschichte beschäftigt sich in prosaischer Form mit dem Thema „Besonderheiten der Beziehung zwischen Menschen mit schweren dissoziativen Erkrankungen und Therapeuten“. Anlass war das Treffen einer Selbsthilfegruppe für Menschen mit Dissoziativer Identitätsstörung (Dissoid) in Bayern, Mitte 2004, zu dem ich eingeladen war. Ich wurde gebeten, dort etwas zu o. g. Thema zu erzählen. Ziel des Referates und der Diskussion war, die therapeutische Beziehung zwischen Klienten und Therapeuten in diesem speziellen Fall besser verstehen zu können, damit gegenseitige Ängste abzubauen und möglichst die sehr häufig auftretenden Missverständnisse, Beziehungskrisen und Therapieabbrüche zu reduzieren.


 

Die Suche nach einer geeigneten ambulanten Traumatherapeutin gestaltet sich häufig schwierig und langwierig. In diesem Artikel habe ich einige Anregungen zusammengefasst, die ich meinen stationären Patienten gebe und die auch Ihnen vielleicht hilfreich sein könnten.