Antragsverfahren

Haben Sie sich entschlossen eine Psychotherapie zu machen, muss ein entsprechender Antrag (Kurzzeittherapie-Antrag oder Langzeittherapie-Antrag) an Ihre Krankenkasse gestellt werden. Voraussetzung ist, dass die Behandlung den Regelungen der Psychotherapierichtlinien entspricht. Die erforderlichen Antragsformulare gibt Ihnen Ihr Psychotherapeut, der Sie auch über die einzuhaltenden Formalien aufklärt.

Sind Sie Privatpatient, empfehle ich Ihnen Kontakt mit Ihrer Krankenversicherung aufzunehmen und sich über deren Leistungen zu informieren sowie sich eine schriftliche Leistungszusage für das psychotherapeutische Verfahren geben lassen, das Sie mit Ihrem Psychotherapeuten vereinbart haben. Sind Sie beihilfeberechtigt, wenden Sie sich an die zuständige Stelle bei Ihrem Regierungspräsidenten. In der Regel ersetzt die Beihilfe 50% aller Kosten für Psychoanalyse, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Verhaltenstherapie.

Therapieablauf

Als tiefenpsychologisch ausgebildete ärztliche Psychotherapeutin arbeite ich vor allem auf der Basis der Theorien der Tiefenpsychologie und deren Techniken. Darüber hinaus integriere ich Techniken der Verhaltenstherapie, Systemischen Therapie (Paar- und Familientherapie), Gestalttherapie und Körpertherapie.

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist eine der am meisten nachgefragten Therapieformen in Deutschland. Neben der Psychoanalyse und der Verhaltenstherapie ist die Tiefenpsychologie eines der drei Richtlinienverfahren, deren Wirksamkeit wissenschaftlich erwiesen wurde. Daher werden die Kosten einer solchen psychotherapeutischen Behandlung auch von den Krankenkassen übernommen.

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie geht davon aus, dass unser Denken, Handeln und Fühlen, bis hin zu körperlicher Gesundheit, zum einen unserem Willen, zum anderen unbewussten Einflüssen unterliegen. Letzteres sind vor allem innere Konflikte, die im Leben eines jeden Menschen vorkommen und dessen Leben bestimmen. Frühere Erfahrungen, insbesondere Beziehungserfahrungen mit unseren wichtigsten Bezugspersonen (z. B. Eltern), prägen unser Erleben von uns selbst und den Anderen genauso nachhaltig auch im Erwachsenenalter, wie unser Verhalten und unsere Erwartungshaltung. Wir lernen durch diese Erfahrungen, wie wir unsere psychischen Grundbedürfnisse nach Bindung, Autonomie, Selbstwert, Identität, körperlichem Wohlbefinden und ggf. Spiritualität erfüllen können, um psychisch und körperlich gesund zu bleiben (emotionale Schemata). Durch ungünstige frühe Erfahrungen oder starke Verletzungen dieser Grundbedürfnisse, erlernen wir zu wenige oder dysfunktionale Mechanismen oder verdrängen gar diese Bedürfnisse (siehe Artikel „Was wir wollen und was wir brauchen - Seelische Grundbedürfnisse“ auf meiner Homepage). In der Folge geraten wir immer wieder in Konflikt- und Belastungssituationen und werden unter Umständen psychisch/psychosomatisch krank. Ebenso kann es passieren, dass Menschen durch aktuelle, starke Verletzung ihrer Grundbedürfnisse (z. B. durch Kränkungen, Trennung, körperliche Erkrankungen) erkranken.

Eine weitere Ursache für psychische Erkrankungen sieht die Tiefenpsychologie in sehr starken ungünstigen Lebensbedingungen in den ersten Lebensjahren wie z.B. schwere Vernachlässigung, Gewalterfahrungen oder emotionale Kälte. Unter solchen  Lebensbedingungen können Menschen bestimmte strukturelle Fähigkeiten, die für die Auseinandersetzung mit der Umwelt und für befriedigende Beziehungen notwendig sind, nicht oder nur eingeschränkt entwickeln. Hierzu zählen z.B. Fähigkeiten, sich selbst und andere Menschen mit all ihren positiven und negativen Eigenschaften zu sehen, Gefühle wahrzunehmen, auszudrücken und zu regulieren und stabile und erfüllte Beziehungen zu Anderen zu leben.

Integrative Psychotherapie

Die moderne Psychotherapieforschung und Wirksamkeitsforschung zeigt, dass die oben genannten Ziele kaum mit einem therapeutischen Verfahren allein erreicht werden können. Deshalb integriere ich in meiner Arbeit verschiedene therapeutische Techniken, die Körper, Geist und Psyche gleichermaßen einbeziehen. Dies sind Techniken aus der Verhaltenstherapie, Systemischen Therapie (Paar- und Familientherapie), Gestalttherapie und Körpertherapie. Gern arbeite ich auch mit den Methoden der Katathym-imaginativen Psychotherapie und verschiedenen hypnotherapeutischen und imaginativen Techniken.

Indikationen

Ich behandele das gesamten Indikationsspektrum psychosomatischer Erkrankungen - Depressionen, Burnout-Zustände, Angsterkrankungen, Zwangserkrankungen, Anpassungsstörungen (z. B. Trauer), Somatoforme Störungen (insbesondere Schmerzstörungen), Persönlichkeitsstörungen und Traumafolgeerkrankungen (z. B. Posttraumatische Belastungsstörung, komplexe Traumatisierungen). Speziell bezüglich der Diagnostik und Therapie von Traumafolgeerkrankungen habe ich ergänzende Ausbildungen gemacht (Zusatzbezeichnung Spezielle Psychotraumatherapie der DeGPT und EMDR-Therapeutin) und habe jahrelange Behandlungserfahrung aus dem klinischen Bereich (siehe auch Bereich Traumatherapie).