Das Gesundheit und Krankheit ein hochkomplexes und verwobenes System ist, in dem sowohl biologische, psychologische als auch soziale Faktoren als gleichwertige Einflüsse mitwirken, ist heutzutage eine unstrittige Tatsache. Die Weltgesundheitsorganisation WHO benennt dies als "bio-psycho-soziales Modell". Die psychosomatische Medizin basiert auf diesem Gedankengut und bezieht in ihre Konzepte und Therapien bewusst körperliche Aspekte (Krankheiten im traditionell medizinischen Sinn), psychische Faktoren und Voraussetzungen (Persönlichkeit, Biographie, Beziehungserfahrungen) und auch soziale Umfeldbedingungen (z. B. Arbeitsplatz, Kultur) ein. Konsequent zu Ende gedacht bedeutet dies, dass eine gute Psychotherapie eingebettet sein sollte in ein interdisziplinäres multimodales Behandlungskonzept. In meiner psychotherapeutischen Praxis arbeite ich deshalb in enger Kooperation mit dem Regionalen Schmerzzentrum Dresden (Arztpraxis Kupke). Nähere Informationen über das Regionale Schmerzzentrum finden Sie unter:

www.arztpraxis-kupke.de oder www.schmerzzentrum-dresden.de.

Erster Schritt der schmerztherapeutischen Behandlung ist eine fundierte Diagnostik mit Erhebung der Schmerzanamnese und Biographie, Erarbeitung subjektiver Schmerz- und Krankheitsüberzeugungen, Bewertung des Ausmaßes der Beeinträchtigung durch den Schmerz und der bisher angewandten Techniken der Schmerzbewältigung.

Die Therapie beinhaltet:

  • Schmerz-Psychoedukation: Vermittlung eines Verständnisses für den Schmerz (biopsychosoziales Krankheitsmodell)
  • Reduktion schmerzbedingter physiologischer Übererregung
  • Bewusste Aufmerksamkeitslenkung: z.B. Übungen zur Schmerzfokussierung und Schmerzdefokussierung, imaginative Übungen, hypnotherapeutische Verfahren, EMDR
  • Veränderung schmerz- und stressrelevanter Denk- und Verhaltensmuster
  • Förderung des emotionalen Wohlbefindens und der positiven Bewältigungsstrategien: emotionale Stützung bei chronischen Schmerzleiden, schmerzverstärkenden Begleiterkrankungen (z. B. Angst, Depression) und Gedanken (z.B. Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit) sowie Hilfe bei der Bewältigung lebensbedrohender, von starken Schmerzen begleiteter Krankheiten
  • Lösung von schmerzrelevanten Problemen, die sich durch äußere Bedingungen wie Partnerschaftskonflikte, Überlastung am Arbeitsplatz ergeben usw.
  • Verarbeitung intrapsychischer Konflikte und der dadurch ausgelösten Ängste, Selbstsicherheits- und Selbstwertprobleme
  • Förderung von Gesundheitsverhalten, Aufbau von Aktivität im ausgewogenen Verhältnis von Aktivität und Regeneration